Ortsteile

Zum Gemeindebezirk von Ronco sopra Ascona gehören 3 offizielle Ortsteile: Porto Ronco, Fontana Martina und Cappella Gruppaldo. Es gibt aber noch 3 weitere Zonen, die im weitesten Sinn des Wortes als Ortsteile angesehen werden können, auch wenn sie offiziell nicht als solche gelten: Corafòra, Pian Carignago (Colle San Marco) und die Monti di Ronco.

 

 

 

 

 

 




Porto Ronco

 Dieser Ortsteil, der bis in die vierziger Jahre seinen ursprünglichen Namen Riva trug und von der Kantonsstrasse, die nach Ascona und Brissago führt in zwei Teile gespalten ist, war früher nur eine kleine Handvoll Rustici in der Nähe des Gemeindehafens, die von Fischern bewohnt waren.

  
Einst gab es dort auch einige Mühlen und bis vor nicht allzu langer Zeit eine Senffrüchte-Fabrik,  die klassische "mostarda".


Heute ist Porto Ronco, dessen Rustici in Ferienhäuser umgewandelt wurden, vor allem wegen seiner idyllischen Lage am See, direkt gegenüber der Brissago-Inseln bekannt und verfügt über diverse Hotels und Restaurants, sowie über einen Landungssteg, an dem täglich die Schiffe, die in den Gewässern des Verbano kreuzen, Halt machen (siehe auch Ortsteile im Menü TOURISMUS).

 

 

 






Fontana Martina

 
Woher der Name dieses Ortsteils stammt, lässt sich nur vermuten. In dieser Zone gab es einen Brunnen, der anscheinend den Ursprung für den Namen „Fontana“ bildet, während „Martina“ wohl auf den Ortspatron, den Hl.Martin bezieht.

Schon seit Urzeiten von mehreren Familien bewohnt, ist die Villa Funtána Martína auch heute noch ein wichtiger historischer Ortsteil von Ronco. Hier befanden sich einst das kleine Kirchlein San Marco aus dem 17. Jahrhundert, das 1948 abgerissen wurde und das alte Wirtshaus „Alla Voce del Deserto“, das heute keine Schänke mehr ist.

Der kleine Ortskern, der bis in die vierziger Jahre nur über einen Pfad erreichbar war, hat bis heute seinen Charme bewahrt, dank der Erhaltung seiner ursprünglichen Bauwerke, die zahlreiche mittelalterliche Züge aufweisen. Nach und nach fand jedoch eine fortschreitende Entvölkerung statt und gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Ortskern völlig verlassen und den Unbilden der Zeit preisgegeben. Erst ab 1924 erwachte er wieder zu neuem Leben, als der Buchdrucker Fritz Jordi eine Gruppe verfallener Rustici erwarb, sich an deren Wiederaufbau machte und so die Gegend erneut belebte, die dann für ein paar Jahre lang zu einem Künstlertreffpunkt wurde, auch weil Jordi eine von ihm veröffentlichte Zeitschrift „Fontana Martina“ nannte. Heute ist Fontana Martina übersät mit schönen Residenzen und ein ruhiger Ortsteil, der eine phantastische Aussicht auf den See und die Brissago - Inseln bietet (siehe auch Ortsteile im Menü TOURISMUS).

  

 

 

  




Cappella Gruppaldo


Dieser Ortsteil verdankt seinen Namen der Kapelle (die Capèla de Grupált), die auch heute noch existiert und die dort über einem alten Maultierpfad, der nach Arcegno führte, errichtet wurde. Früher war diese Gegend völlig unbebaut (bis auf die Kapelle, die bis 1940 das einzige Bauwerk war) und hat sich erst ab den 50-iger Jahren entwickelt. Heute ist sie eine Wohngegend, die städtebaulich gesehen in den Pian Carignago übergeht und sozusagen seine natürliche Verlängerung darstellt (siehe auch Ortsteile im Menü TOURISMUS).

  

 

 

  




Corafòra


Diese Zone, die entlang der Via Gottardo Madonna bis hin zur Gemeindegrenze von Ascona verläuft, war früher nur dünn besiedelt. Da Ronco bis 1641 zu Ascona gehörte, nimmt man an, dass sein Name eine Umwandlung der Wörter „cura di fuori“ sein könnte und tatsächlich von dem Gebrauch, den die Einwohner Asconas von diesem Landstrich machten, abstammt, nämlich ausserhalb von Ascona „auf dem Berg“ das Land zu bestellen. Heute hat sich Corafòra  dank seiner herrlichen Lage mit Rundblick auf den See zu einer reinen Wohngegend entwickelt, in der sich zahlreiche Villen und schöne Gartenanlagen befinden (siehe auch Ortsteile im Menü TOURISMUS).

  

  

 

 




Pian Carignago (Colle San Marco)


Der Pián Carignágh war ursprünglich Patriziergelände, das sich über drei Hochebenen erstreckte und aus Wäldern und Weiden bestand. Ab 1950, das heisst, ab dem Zeitpunkt als das Patriziat begann, die gesamte Zone parzellenweise an Privatleute zu verkaufen, die anschliessend zahlreiche Villen darauf errichteten, wächst dieser Ortsteil, der über eine unglaublich schöne Aussicht verfügt, ständig weiter. Im unteren Sektor stehen heute ca. 50 Villen, die fast alle deutschstämmigen Familien gehören, weshalb er oft scherzhaft „Neu-Deutschland“ genannt wird (siehe auch Ortsteile im Menü TOURISMUS).

  

 

 

  




Monti di Ronco

 
Auf ca. 1000 m Höhe befinden sich  die Monti di Ronco,  einst ausgedehnte Heuwiesen mit vielen kleinen Siedlungen, heute ein beliebter Ort der Sommerfrische, nicht nur für Touristen, sondern auch für die Einwohner von Ronco, die dort saubere Bergluft und Ruhe finden können. 


Auf diesen Bergen, die entweder zu Fuss (auf wunderschönen Pfaden) oder mit dem Auto erreicht werden können, liegt das grösste Dörfchen, das eigentliche Zentrum, die  Purèra oder Porèra und 20 Geh-Minuten davon entfernt die Kirche Madonna del Pozzuolo. Von dort oben hat man eine uneinnehmbare Aussicht auf den Lago Maggiore und die ganze Umgebung (siehe auch Ortsteile im Menü TOURISMUS).